Der Waldkauz – treu und liebenswürdig

Der Waldkauz ist die wohl häufigste und am weitesten verbreitete Eulenart in Europa. Er ist sehr ruhig und wird schnell zutraulich. Bezüglich seines Habitats ist der Waldkauz überaus anpassungsfähig. Momentan sind zehn verschiedene Unterarten bekannt.

Die Größe vom Waldkauz

Der Waldkauz wird etwa 35 bis 47 cm groß und erreicht ein Gewicht von 400 bis 800 g. Die Weibchen sind in der Regel etwas schwerer als die Männchen. Außerdem sind die Männchen um die 120 g leichter. Die Flügelspannweite beträgt durchschnittlich 96 cm. Seine Gestalt ist eher gedrungen. Der runde Kopf kann bis zu 270 Grad gedreht werden und weist keine Federohren auf. Die Gefiederfarbe bei den mitteleuropäischen Tieren variiert stark. Ihr Gefieder  sitzt „etwas lockerer“, daher wirken sie auch größer. Während das Gefieder der nördlicher angesiedelten Tiere ein kräftiges Rostbraun aufzeigt, sind die in unseren Breiten lebenden Tiere eher gräulich bis grau-  braun befiedert.

Das Brutverhalten der Waldkäuze

Für das Brutgeschäft sucht sich der Waldkauz Baumhöhlen. Oft brütet er auch in verlassenen Nestern von größeren Vögeln wie zum Beispiel Elstern und Krähen. Gelegentlich kehrt er zum Vorjahresplatz zurück. Auch Brutkästen nimmt er gern an. Die Eiablage erfolgt in der Regel in den Monaten März/April. Das Gelege besteht meist aus zwei bis sechs weißen, fast vollständig runden Eiern. Diese werden etwa 30 Tage lang bebrütet.

Das Jagdverhalten von Waldkäuzen und wann sind sie aktiv

Obwohl er eigentlich als streng nachtaktiv gilt, schlägt der Waldkauz in Ausnahmefällen und insbesondere während der Brutpflege durchaus auch tagsüber seine Beute. In der Regel beginnt er jedoch, bei eintretender Dämmerung im fast lautlosen Suchflug mit seiner Beutejagd. Das brütende Weibchen und später auch die jungen werden ausschließlich vom Männchen mit Nahrung versorgt.

Waldkauz Eulenzoo Deining, Neumarkt, Bayern

Was frisst der Waldkauz

  • Mäuse und kleinere Vögel zählen zu den bevorzugten Beutetieren.
  • Aber auch Ratten, Maulwürfe
  • Frösche, Fische, Käfer und
  • Regenwürmer stehen auf seinem Speiseplan.
Der Ruf vom Waldkauz
  • Sein Ruf ist kräftig, aber sehr angenehm, ja fast schon melodisch zu nennen und ganzjährig zu hören
  • Im Herbst nimmt der Ruf an Lautstärke zu, ab Dezember lässt er wieder etwas nach
  • Dann ab Januar zu Beginn der Balzzeit, den Höhepunkt der Rufaktivitäten zu erreichen
Soziales Verhalten der Waldkäuze
  • Der Waldkauz ist ein sehr ruhiges und schnell zutraulich werdendes Tier
  • Hat sich ein Paar gefunden, so bleiben die beiden Tiere in lebenslanger Gemeinschaft verbunden
  • Gelege und Brut verteidigen die Altvögel sehr aggressiv gegen alles, was feindlich erscheint