Der Steinkauz – Ein ganz besonderer Kauz

Der Steinkauz ist der am weistest verbreitete sowie auch der bekannteste Vertreter seiner Gattung. Der Steinkauz ist recht klein in etwas erreicht er nur eine Größe von 20 – 23 cm. Es ragen sich jede Menge Geschichten und Legenden um den Steinkauz. Im Volksmund wird daher der Steinkauz auch als Käuzlein, Totenvogel, Klagmutter, Kliwitken oder Steineule bezeichnet.

Das Verbreitungsgebiet der Steinkäuze

Der Steinkauz hat ein riesiges Verbreitungsgebiet. Es erstreckt sich von Nordafrika bis zu den Küsten von Nord- und Ostsee und weiter über Eurasien bis hin nach China. Auch in Neuseeland und England konnte er angesiedelt werden. Allerdings fehlt er in den Alpen und in Mittelgebirgen ab einer Höhe von etwa 600 m. In den verschiedenen Landstrichen ist er mit zwölf Unterarten vertreten.

Sein bevorzugter Lebensraum sind die weiten grünen Landschaften. Wichtig ist dabei das Vorhandensein von Baumgruppen und Hecken.  So siedelt er sich gern in Weidengürteln, an kleinen Bachläufen oder in den alten Gehölzen von Streuobstwiesen an.

Das spezielle Aussehen des Steinkauz

Im Aussehen ähneln sich männliche und weibliche Tiere sehr. Der Körper ist gedrungen, der Schwanz kurz und quer gebändert. Der ausgeprägte Gesichtsschleier und die großen gelben Augen verleihen ihm einen erstaunten bis grimmigen Gesichtsausdruck. Die Flügelspannweite beträgt 50 bis 56 cm. Das Gefieder an der Vorderseite ist graubraun. Das Rückengefieder und die Flügel haben eine dunklere braune Farbe und sind mit unzähligen weißen Flecken übersät.

Das Jagdverhalten der Steinkäuze

Der Steinkauz gilt als außerordentlich standorttreu. Obwohl er eigentlich ein Nachtjäger ist, kann er – insbesondere während der Brutpflege – durchaus auch tagsüber sehr aktiv sein. Er schlägt seine Beute nur sporadisch im Flug, da seine Flugkünste nicht so spektakulär sind. Bedeutend geschickter ist er bei der jagd auf dem Boden. Dabei steht er geduldig auf einer Stelle, bis er einen Käfeg einen Wurm oder anderes kleines Getier erspäht. Blitzschnell läuft, rennt oder hüpft er dann hinter dieser Beute her und schlägt sie.

Das Brutverhalten der Steinkäuze

Die lautstarke Balz beginnt im März oder April. Gebrütet wird Ende April/Anfang Mai. Als Brutplätze werden Baumhöhlen in alten Gehölzen oder Kopfweiden sowie Nischen in Mauern, an Felswänden oder in Steinbrüchen genutzt. Sie leben meist monogam. Hat ein Paar einen passenden Brutplatz gefunden, so wird dieser jedes Jahr wieder aufgesucht.

Das Gelege besteht meist aus drei bis sechs Eiern. Bebrütet wird erst nach Ablage des letzten Eies. Die Jungen schlüpfen nach etwa 28 Tagen. Dann tragen sie bereits ein feines, weißes Dunenkleid. Etwa zwei Wochen hält das Weibchen die Jungen warm. In dieser Zeit schafft das Männchen allein das Futter für das Weibchen und die Jungen heran.

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