Der Bartkauz – eine sehr außergewöhnliche Eule

Der Bartkauz gehört mit seiner Größe neben dem Uhu und der Schneeeule zu den imposantesten Eulenarten. Sein wissenschaftlicher Name lautet Strix nebulosa, dies bedeutet so viel wie „Nebeleule“. Den Namen hat der Bartkauz erhalten, weil er im Flug wie eine graue Nebelschwade fast lautlos schwebt. Er ist aufgrund seiner Größe ein beeindruckendes Tier.

Die Größe des Bartkauzes

Es gibt zwischen Männchen und Weibchen Unterschiede in der Größe sowie im Gewicht. Sie erreichen eine Größe von etwa 61 bis 84 cm und eine Flügelspannweite von
1,50 m. Der Bartkauz wirkt sehr massig, was eigentlich seinem Federkleid zuzuschreiben ist. Denn männliche Bartkäuze wiegen nur etwa 500 bis 1.000 g und die weiblichen Bartkäuze höchstens 2.000 g. Er ist neben dem Streifenkauz die einzige Eulenart, mit einem fast runden und prägnanten Gesichtsschleier. Das Gefieder ist vorwiegend hellgrau, nur die Oberseite ist dunkelgrau gefärbt mit schwarz-weißer Mischung, wird aber nach unten hin heller.Der Bartkauz und sein Lebensraum

Es gibt zwei Unterarten, die sich aufgrund ihrer Gefiederfarbe etwas unterscheiden. Sie sind auf verschiedenen Kontinenten beheimatet. Die hellere Unterart Strix nebulosa lapponica erstreckt sich über Skandinavien und Russland bis nach Asien. Die etwas dunklere Unterart Strix nebulosa nebulosa  ist in Kanada und den USA verbreitet.

Das Brutverhalten der Bartkäuze

Zum Brüten nutzen sie verlassene Nester von Taggreifen wie Habicht und Krähe. Sie beginnen bereits in den Wintermonaten mit der Balz und die Brutzeit dauert etwa bis Mitte Ende April. Das Weibchen legt in der Regel drei bis vier Eier, die Brutzeit beträgt vier Wochen.

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Das Jagdverhalten vom Bartkauz

  • Er jagt im Sturzflug
  • Er schießt exakt auf die Beute zu, sobald er ein Beutetier ausgemacht hat
  • Er schlägt es mit ausgestreckten Füßen
  • Obwohl der Bartkauz eine beeindruckende Körpergröße hat, erlegt er jedoch nur kleinere Tiere
  • So stehen unter anderem Insekten und Frösche auf seinem Speiseplan.

Wann ist der Bartkauz aktiv?

  • Er ist Tag- und Dämmerungsjäger
  • Er ist auch tagsüber nur schwer zu entdecken
  • Die Farbe seines Gefieders und die rindenartige Musterung sind auch für den Tag eine gute Tarnung

Der Ruf des Bartkauzes

  • Dieser ist nicht sehr laut
  • Der Ruf des Bartkauzes setzt sich aus mehreren dunklen Tönen zusammen
  • Oftmals anschwellend, jedoch niemals unangenehm

Der Gehörsinn der Tiere

  • Der Bartkauz hat einen derart ausgeprägten Gehörsinn, dass er seine Beute selbst unter einer 50 cm dicken Schneeschicht Zentimeter genau orten kann. So kann er auch in eher schwierigen Situationen einen Jagderfolg verzeichnen.

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